Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut & Co. – Was ist der Unterschied?

Im Volksmund werden die „Psych“-Berufe ganz häufig synonym, oft völlig falsch und selten sachgemäß verwendet. Dabei lohnt es sich, einmal die Unterschiede genauer zu betrachten. Fangen wir also mit den Definitionen an. Ich bitte um Nachsehen dafür, dass ich der besseren Lesbarkeit wegen an allen Stellen nur die männliche Form verwende.

Psychologe

Psychologe ist ein geschützter Titel, den man nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Psychologie erwirbt. In der Vergangenheit lautete der Titel (und auch die Berufsbezeichnung) nach dem Abschluss dann „Diplom-Psychologe“ (kurz: „Dipl.-Psych.“). Das Diplom war bis vor einigen Jahren der Regelabschluss im Fach Psychologie, den man nach ca. 9-10 Semestern erreichte. Im Zuge der Bologna-Reform der Studienabschlüsse wurde das Diplom als Abschluss abgeschafft und durch einen Bachelor- und einen Masterabschluss ersetzt. Den Bachelorabschluss hat man, wenn man in der Tretmühle dieses anstrengenden Studiums nicht auf der Strecke bleibt, nach 6 Semestern geschafft und darf sich dann „Bachelor of Science“ (kurz „B. Sc.“ oder „BSc“) nennen. Der Zusatz des Faches, in dem der Abschluss erworben wurde (Psychologie) ist hierbei (dämlicherweise) nicht vorgesehen, sodass keiner erkennen kann, ob man den Abschluss in Psychologie, Physik, Chemie, Biologie oder vielleicht auch in BWL gemacht hat. Der BDP (Der Berufsverband für Psychologen in Deutschland) möchte derweil nicht, dass Bachelor-Absolventen sich schon „Psychologen“ nennen, und auch die meisten Jobs erfordern einen Masterabschluss. Das Masterstudium kann jeder beginnen, der einen guten bis sehr guten Bachelorabschluss hingelegt hat (der Rest hat mehr oder weniger Pech), und es dauert weitere 4 Semester. Das Masterstudium ist meist sehr schwerpunktspezifisch, häufig angebotene Schwerpunkte sind z.B. Klinische Psychologie, Personal- und Wirtschaftspsychologie und Neurowissenschaften. Nach dem Masterabschluss lautet der Titel „Master of Science“ (kurz: „M. Sc.“ oder „MSc“), und man darf sich laut BDP nun auch Psychologe nennen, da der Masterabschluss dem alten Diplom in Psychologie gleichgesetzt wird. Um den damit erlangten Beruf deutlich zu machen, wird dann häufig die Bezeichnung „Psychologe M. Sc.“ oder „Psychologe (M. Sc.)“ gewählt. Analog zum „Dipl.-Psych“ findet sich in der letzten Zeit aber immer häufiger auch die Bezeichnung „M.Sc. Psych.“.

Der Zusatz „of Science“ zeigt übrigens an, dass es sich bei Psychologie um ein (natur)wissenschaftliches Fach handelt, nicht um eine Geisteswissenschaft. Das gesamte Psychologiestudium ist sehr reich an Wissenschaftsmethodik und –praxis, Statistik und viel auswendig zu lernendem Wissen. Für beide Abschlussarbeiten (Bachelor- und Masterarbeit) muss man in der Regel auch eine eigene empirische Studie durchführen und auswerten.

Psychologen sind übrigens nicht automatisch klinische Psychologen (was ich hier mal, auch wegen des klinischen Schwerpunkts dieses Blogs, mal hervorheben muss), auch wenn diese die größte Gruppe darstellen. Viele Psychologen sind an Universitäten und Forschungsinstituten als Wissenschaftler tätig (in allen Bereichen, die die Psychologie bietet, z.B. Sozialpsychologie, Neurowissenschaften, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie…), andere arbeiten in der Wirtschaft, vor allem Personalabteilungen (Personalauswahl und –entwicklung sind ganz große Bereiche für Psychologen) oder freiberuflich in allen möglichen Funktionen.

Psychologischer Psychotherapeut (kurz: PP)

Als Psychologe kann man in der Regel nicht therapeutisch tätig sein, zumindest nicht, wenn man mit den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Versicherungen abrechnen möchte. Hierzu muss man eine zwischen drei und fünf Jahren dauernde und 10.000 bis 25.000€ teure Weiterbildung in Psychologischer Psychotherapie absolvieren. Dies ist derzeit in fünf anerkannten Verfahren möglich: der (Kognitiven) Verhaltenstherapie (KVT oder VT), der analytischen Psychotherapie (AP), der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TP), der Gesprächspsychotherapie nach Rogers und der systemischen Therapie. In allen fünf Verfahren kann man als Psychologe eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten absolvieren, allerdings werden aufgrund der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses, der den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festlegt nur die VT, die TP und die AP die Kosten von den Krankenversicherungen in Deutschland übernommen. Da die TP und die AP weitaus schlechter wissenschaftlich belegt sind als die Gesprächspsychotherapie und die systemische Therapie, macht das zwar wenig Sinn im Sinne des Wirtschaftlichkeitsprinzips, aber leider ist es nun mal so.

Nach einer solchen postgraualen Ausbildung erhält man als Psychologe die Approbation, d.h. die Zulassung zum Heilberuf des Psychotherapeuten bzw. die Befugnis zur Ausübung der psychotherapeutischen Heilkunde. Man erhält mit der Approbation den Titel „Psychologischer Psychotherapeut“ und darf ist dann befugt, in Kliniken oder in eigener Praxis eigenverantwortlich Patienten behandeln. Für die Behandlung von Privatpatienten reicht die Approbation; um hingegen gesetzlich Versicherte zu behandeln, benötigt man eine Kassenzulassung, die in den meisten Regionen nur von einem in den Ruhestand gehenden Psychotherapeuten erworben werden kann und meist mit 20.000 bis 100.000€ bezahlt wird.

Der Begriff „Psychologischer Psychotherapeut“ impliziert bereits, dass es auch noch andere gibt. Nämlich die „Ärztlichen Psychotherapeuten“, die aber weitaus seltener sind. Das sind Ärzte mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung, die aber bei Weitem nicht so umfangreich ist wie die, die Psychologen absolvieren. Daher würde ich mit einem psyhoherapeutischen Anliegen (Achtung: meine, allerdings durch zahlreiche eigene Erfahrungen untermauerte Meinung) immer zu einem Psychologischen Psychotherapeuten gehen, da ich die Qualität der psychotherapeutischen Behandlung dort als gesicherter ansehe und Psychologische Psychotherapeuten auf diesem Gebiet im Allgemeinen kompeteter und eher auf dem neusten Stand sind – allein schon deshalb, weil sie mit dem Psychologiestudium eine ganz andere Grundlage haben und die psychotherapeutische Ausbildung viel umfangreicher ist als bei Ärzten.

Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten besitzen eine Approbation (also die Befugnis zur Ausübung der Heilkunde), die altersunabhängig ist, dürfen sozialrechtlich (d.h. im System der gesetzlichen Krankenkassen) aber nur Erwachsene über 18 Jahren behandeln. Das bedeutet im Klartext: Ist der Jugendliche oder das Kind privatversichert (wofür nur die Approbation wichtig ist), kann es/er durch einen Psychologischen Psychotherapeuten behandelt werden, bei gesetzlicher Krankenversicherung muss die Behandlung durch einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (siehe nächster Abschnitt) erfolgen. Allerdings sollte man gerade bei Kindern immer eher einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aufsuchen, da Psychologische Psychotherapeuten meist über sehr wenig Erfahrung in der Psychotherapie mit Kindern verfügen.

Psychologische Psychotherapeuten sind formal-rechtlich einem Facharzt gleichgestellt. Wenn Sie in NRW wohnen und einen Psychotherapeuten suchen, können Sie eine gezielte Suche z.B. auf den Seiten der Psychotherapeutenkammer NRW durchführen;  diese finden Sie hier. Diese Suchfunktion wird meines Wissens nach von jeder der 16 Psychotherapeutenkammern (pro Bundesland eine) angeboten – für das jeweilige Bundesland dann einfach googeln.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (kurz: KJP)

Diese Bandwurmberufsbezeichnung steht für die Gruppe von Psychotherapeuten, die Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren behandeln darf, aber keine Erwachsenen. Anders als bei psychologischen Psychotherapeuten, bei denen die Approbation altersungebunden ist, ist die von KJP wirklich auf Personen unter 21 Jahren beschränkt. Ansonsten ist alles identisch mit den Erwachsenen-Psychotherapeuten, außer dass neben Psychologie und Medizin auch ein Studium der Pädagogik, Sozialpädagogik oder der Heilpädagogik als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung anerkannt wird. In einigen Bundesländern genügt für diese Ausbildung übrigens ein Bachelorabschluss, was im Hinblick auf die Qualitätssicherung und den Facharztstandard als sehr kritisch zu betrachten ist und bei einer Überarbeitung des Psychotherapeutengesetzes unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Von Heilpraktikern und  & „Psychologischen Beratern“

Der Begriff „Psychotherapeut“ ist als akademischer Heilberuf (genau wie „Arzt“ und „Apotheker“) geschützt, d.h. er darf nur mit der entsprechenden Ausbildung und einem vorher absolvierten wissenschaftlichen Hochschulstudium (Psychologie oder Medizin) getragen werden, ansonsten macht man sich strafbar. Dies soll im Grunde dabei helfen, die Menschen vor unseriösen Behandlern mit geringfügiger bis fehlender Ausbildung zu schützen. Leider jedoch ist es nicht verboten, auf sein Praxisschild „Psychotherapie“ zu schreiben. Heilpraktiker (die ich an dieser Stelle natürlich weder diffamieren noch als grundsätzlich unseriös bezeichnen möchte) können aufgrund des fehlenden Studiums nicht den Titel des Psychotherapeuten (und eben auch keine Approbation) erlangen, sondern nur den Zusatz „Psychotherapie HGP“, wobei HPG für das Heilpraktikergesetzt steht. Auch hier ist die Qualität gegenüber der Behandlung bei Psychologischen oder Ärztlichen Psychotherapeuten als fraglich einzustufen, und allzu häufig finden sich äußerst esoterische und selten verantwortungsvoll angebotene „Heilbehandlungen“.  Oft finden sich in diesem Kontext die Bezeichnungen „Heilpraktiker Psychotherapie“ oder „Psychotherapeutischer Heilpraktiker“. Was viele Patienten nicht wissen, ist, dass der Beruf des Heilpraktikers an sich nur sehr wenigen gesetzlichen Regularien unterliegt, was ihn schon einmal grundsätzlich vom Beruf des Psychotherapeuten oder des Arztes unterscheidet. So reicht in aller Regel ein Hauptschulabschluss aus, um die Ausbildung zu beginnen – die übrigens ebenfalls nicht gesetzlich geregelt ist, was bedeutet: Anders als bei Ärzten und Psychotherapeuten gibt es keine staatliche Prüfung (Staatsexamen). Die einzige Hürde, die es für angehende Heilpraktiker zu überwinden gilt, ist eine amtsärztliche Überprüfung, bei der letztlich nicht viel mehr als Kenntnisse im Bereich Hygiene vorzuweisen sind. Heilpraktiker erhalten dann lediglich eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, sie verfügen aber über keine Approbation. Bevor 1999 das Psychotherapeutengesetzt in Kraft trat und all das regelte, was ich hier beschreibe, war eine solche Erlaubnis als Heilpraktiker (traurigerweise) die einzige Möglichkeit für Psychologen, psychotherapeutisch tätig zu werden. Aber auch heute noch nutzen manche Psychologen dieses „Schlupfloch“, um die lange und teure Ausbildung zum Psychotherapeuten zu umgehen und Patienten (dann auf Selbstzahlerbasis) behandeln zu können.

Vorsicht ist auch bei der Berufsbezeichnung „Psychologischer Berater“ geboten, da es sich auch hier nicht um echte Psychologen handelt. Eine solche Qualifikation kann man bei diversen Heilpraktikerschulen in einigen Monaten erwerben und ist nicht im Entferntesten mit einem Studium in Psychologie zu vergleichen, wenngleich man hierdurch sicherlich besser auf eine beratende Tätigkeit vorbereitet wird, als wenn man einfach so loslegt. Dennoch würde ich, wenn man nach psychologischer Beratung sucht (die im Gegensatz zur Psychotherapie leider keine Leistung der Krankenkassen ist), immer darauf achten, dass die betreffende Person, an die ich mich wende, auch tatsächlich einen Universitätsabschluss in Psychologie (Master oder Diplom) vorweisen kann.

Psychiater & Facharzt für psychosomatische Medizin

Psychiater sind Fachärzte, d.h. sie haben Medizin studiert und dann eine Facharztausbildung absolviert, die auch ungefähr drei Jahre dauert. Der offizielle Titel lautet daher auch „Facharzt für Psychiatrie“ bzw. für Patienten unter 18 „Facharzt für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie“. Oft findet sich auch die Facharztbezeichnung „Neurologie und Psychiatrie“ sowie „Psychiatrie und Psychotherapie“. Psychiater behandeln, weil sie oft keine oder nur eine oberflächliche psychotherapeutische Ausbildung haben, psychische Störungen vorrangig mit anderen Mitteln, z.B. Medikamenten, Tiefenhirnstimulation, Elektrokrampftherapie, transkranieller Magnetstimulation etc. Im Gegensatz zu Psychologischen Psychotherapeuten dürfen sie diese Heilmittel auch verschreiben. Sie arbeiten in Kliniken (Psychiatrien) oder in eigenen Praxen. Psychiater können zu ihrer Berufsbezeichnung auch den Zusatz „Psychotherapie“ erwerben, wenn sie sich entsprechend fortbilden. In psychiatrischer Behandlung befinden sich meist Patienten mit eher schweren psychischen Erkrankungen oder solchen, die rein psychotherapeutisch gar nicht oder nur schlecht zu behandeln sind (z.B. schwere Depressionen mit vorrangig biologischer Ursache oder Psychosen wie die Schizophrenie).

Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch noch der „Facharzt für psychosomatische Medizin“ genannt, der für einige Jahre auch „Facharzt für psychotherapeutische Medizin“ hieß. Diese Sorte von Facharzt ist noch mehr als der Facharzt für Psychiatrie mit dem Psychologischen Psychotherapeuten zu vergleichen, da die Behandlungform der Wahl vorrangig tatsächlich die Psychotherapie ist.

Die Sache mit dem „Dr.“

Der Doktortitel sagt nichts über die berufliche Qualifikation einer Person in einem Heilberuf aus, sondern stellt eine wissenschaftliche Zusatzqualifikation dar. Die meisten Ärzte haben einen, aber das hauptsächlich deshalb, weil der Erwerb eines Doktortitels im Fach Medizin („Dr. med.“) sehr leicht ist und schnell geht. Die Doktorarbeit im (an sich nicht wissenschaftlich ausgelegten) Studium der Medizin entspricht in etwa der Master- oder Diplomarbeit in anderen Studiengängen wie z.B. Psychologie.

Im Prinzip handelt es sich aber um den höchsten akademischen Grad („Professor“ ist kein akademischer Grad, sondern eine Berufsbezeichnung), den man durch das Verfassen einer Dissertation („Doktorarbeit“) erlangt. In den Naturwissenschaften muss man hierzu eine eigenständige wissenschaftliche Untersuchung durchführen, und die Dissertation muss am Ende veröffentlicht werden, bevor einem der Titel verliehen wird. Diesen gesamten Prozess bezeichnet man als „Promotion“. Während im Fach Medizin eine Promotion selten länger als ein Jahr dauert und oft nicht so hohe wissenschaftliche Standards gelten, dauert es im Fach Psychologie, das sich hohen methodischen Standards verschrieben hat, meistens mindestens drei Jahre, bis einem der Doktortitel verliehen wird. Um was für einen Doktortitel es sich handelt, erkennt man am Zusatz hinter dem „Dr.“: „Dr. med.“ ist der für Ärzte relativ einfach zu erlangende und wissenschaftlich oftmals eher belächelte „Doktor der Medizin“. Für Psychologen gibt es entweder den „Dr. phil.“ (Doktor der Philosophie, der dann irrsinniger Weise für eine naturwissenschaftliche Dissertation vergeben wird, aber einen sehr guten Ruf hat) oder den ebenso hoch anerkannten „Dr. rer. nat.“ („Doktor der Naturwissenschaften“). In den letzten 10-20 Jahren wurde an Psychologen auch immer häufiger der „Dr. rer. medic.“ (Doktor der Medizinwissenschafen) vergeben, was möglich ist, wenn Psychologen an einer medizinischen Fakultät promovieren. Das bedeutet, das Thema der Dissertation ist grundsätzlich klinischer Natur, und die Kandidaten müssen, um überhaupt promovieren zu dürfen, ein vier- bis sechssemestriges medizinisches Zusatzstudium absolvieren. Also: auch nicht mal eben im Vorbeigehen erledigt! Dies gilt allerdings erst seit einigen Jahren; vorher war dieser Doktortitel vergleichsweise einfach zu erwerben und hatte daher keinen so hohen Wert wie ein „Dr. phil.“ oder ein „Dr. rer. nat“.

Insgesamt heißt das also:  Auch einen Psychologen oder Psychotherapeuten kann man mit „Herrn Doktor“ anreden, wenn er einen „Dr. phil.“ oder „Dr. rer. nat.“ hat, und er verdient diese Ehre meines Erachtens auch sehr viel mehr als ein Arzt,  weil er deutlich mehr für diesen Titel tun musste als jeder Arzt mit einem „Dr. med.“. Das bedeutet auch: Ein Doktortitel heißt nicht automatisch, dass jemand Arzt ist (eine Annahme, der man sehr häufig begegnet) – genau so wie es auch Ärzte ohne Doktortitel gibt. Mein Tipp: immer auf den Zusatz nach dem „Dr.“ achten!

Man sieht also – es gibt da einige Unterschiede und, wie ich finde, hilfreiche Dinge, die man wissen sollte, wenn man in dem Bereich einen Behandler sucht. Bezüglich der Stellen, wo der Text ein bisschen kritisch wird, möchte ich nochmal betonen, dass es sich dort um meine persönliche Meinung handelt und sich niemand angegriffen fühlen muss.

© Christian Rupp 2017

6 Kommentare zu “Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut & Co. – Was ist der Unterschied?

  1. Hallo Christian,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag, er ließ sich echt gut lesen!
    Eine Frage habe ich aber noch- was ist der genaue Unterschied zwischen klinischer Psychologie und Psychologie, also im Studium und in der weiteren Berufslaufbahn?

    Vielen Dank schon mal!

    Liebe Grüße,

    Johanna

    • Hallo Johanna,
      schön, dass dir der Beitrag gefallen hat.
      Die klinische Psychologie ist eine Unterdisziplin der wissenschaftlichen und angewandten Psychologie. In der Regel spezialisiert man sich im Studium nach dem Bachelor auf eine Teildisziplin, die man dann im Master vertieft, z.B. Wirtschaftspsychologie oder eben klinische Psychologie. Ein Teilgebiet der klinischen Psychologie ist wiederum die Psychotherapie, sowohl deren theoretische Grundlagen als auch deren empirische Untersuchung.
      Ich hoffe, ich konnte deine Frage somit beantworten.
      Viele Grüße
      Christian

  2. Hallo Christian, dein Artikel ist ein Segen! Vielen Dank für die Übersicht.

    Stimmt es, dass viele Psychologen (Master of Science) nach dem Abschluss den Heilpraktiker machen (oder sich den Schein „Heilpraktiker für Psychotherapie“ einfach auf Antrag ohne Prüfung ausstellen lassen) und dann ohne Approbation eine private psychologische Praxis eröffnen, um somit bestimmte Therapien als Heilpraktiker über die PKVs abzurechnen?

    Gibt es diesen Weg? Was hälst du davon?

    Ich kenne Psychologen „mit Approbation“, die später als Schwerpunkt „EMDR“ anbieten, obwohl dies keine Kassenleistung der GKK ist und auch nicht Teil eines Studiums, soweit mir bekannt.

    Welche Vorteile hätte man als Master auf dem freien Markt aus wirtschaflicher Sicht und therapiebezogen in der Praxis gegenüber einem Heilpraktiker, der auch EMDR anbietet und sich weiterbildet?

    Vielen Dank im Voraus für deine Antwort

    • Hallo Joachim,
      ja, das geht tatsächlich und wird von manchen gemacht. Ich kann es keinem nachsehen, da die Ausbildung zum Psychotherapeuten mit „vernünftiger“ Approbation sehr teuer ist und das Gesundheitssystem somit falsche Anreize setzt. Ich persönlich würde das nie tun und würde auch jedem, der Patienten auf Basis einer fundierten Ausbildung behandeln will, von diesem Weg abraten. Allerdings würde ich einen fertigen Psychologen, selbst ohne Therapieausbildung, bereits als kompetenter als einen Heilpraktiker sehen.
      Viele Grüße
      Christian

  3. Hallo Christian, wirklich ein sehr aufklärender Artikel. Allerdings ist der Abschluss zum Psychologen nicht zwingend ein M.Sc., es kann auch ein M.A. sein (siehe anerkannte Masterabschlüsse beim Berufsverband der Psychologen (BDP)).

    VG

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