Motivation – Teil 7: Was treibt uns wirklich an? Wie Sie Zugang zu Ihren unbewussten Motiven erhalten.

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Dieser letzte Teil der Themenreihe zu Motivation ist zugleich der kürzeste, vielleicht aber auch der interessanteste. Nachdem ich nun in den vergangenen sechs Teilen jede Menge darüber erzählt habe, welche Macht unsere impliziten Motive über uns haben, wäre es gemein, Ihnen vorzuenthalten, wie man nun einen Zugang zu seinen unbewussten Motiven erlangt. Nun könnte ein gewiefter Leser einwenden, dass Motive, wenn man sich einen Zugang zu ihnen verschaffen kann, wohl kaum unbewusst sein können. Das ist auch weitgehend richtig. Aber ebenso wie ein projektiver psychologischer Test wie der TAT einen Einblick in unsere impliziten Motive und Wünsche liefern kann, kann man sich auch auf anderem Wege „Zugang“ zu diesen verschaffen, wenn man einmal über die folgenden drei Fragen nachdenkt:

Was machen Sie, auch wenn Sie dafür keine Belohnung erhalten, immer wieder, empfinden Freunde dabei, und vernachlässigen dafür sogar andere Dinge, weil ihnen die Sache so mühelos von der Hand geht?

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Motivation – Teil 6: Wenn wir wollen, was wir nicht mögen: Implizite und explizite Motive im Konflikt

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Warum kommt es überhaupt zum Konflikt?

In den vergangenen Teilen ist es schon vermehrt angeklungen, und nun soll es in diesem Teil endlich darum gehen: um den Fall, dass implizite und explizite Motive sich widersprechen. Wie das sein kann? Nun, am einfachsten kann man dies beantworten, wenn sich einmal vor Augen führt, wie die beiden verschiedenen Formen von Motiven entstehen. Während implizite Motive in der sehr frühen Kindheit durch emotionale Lernerfahrungen entstehen (z.B. im Hinblick auf das implizite Leistungsmotiv die Erfahrung, dass das Überwinden von Herausforderungen sich „gut anfühlt“), bilden sich explizite Motive erst später zusammen mit dem Selbstbild aus. Und an dessen Entwicklung sind starke soziale und kognitive Faktoren beteiligt. Das Individuum lernt, welche Werte und Ziele von den Menschen in seiner Umgebung vertreten werden (sozialer Faktor), verarbeitet diese und versieht sie mit eigenen Wertungen (kognitiv) und formt schließlich daraus sein Selbstkonzept mit seinen persönlichen Wünschen und Zielen. So…

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